Streetwork
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Do: 13.30 – 15.30 Uhr

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06.03.2012: Straßenstatistik 2011

Straßen – Statistik 2011:

 

Da bald der Tätigkeitsbericht des Vereins erscheint, und wir in diesem auch Bezug nehmen auf unten angeführte Statistik, veröffentlichen wir eine ausführlichere Version der Erhebung hier, auf der Homepage.

Nach Überlegungen, wie man am besten unsere Zielgruppe anonymisiert erhebt, wie oft, in welchen Zeitspannen, und mit welchen Erfordernissen an Anliegen, bzw. Tätigkeiten, die dann für die Personen ausgeführt wurden, erarbeiteten wir folgende Kriterien:

 

 

Procedere:

 

  • Erhebungszeitraum: Februar bis Ende April (1.2.2011 – inkl.28. 4.2011), 3 Monate
  • Erhebungstage: Montags, dienstags, oder donnerstags (halbtags, Straßenrunden)
  • 2 Tage pro Woche
  • Erhebungsbereich: Innsbruck Stadtgebiet, auch Gebäude, auch Essensstellen, etc.

            (siehe Unterteilung Kategorien Kontakt / Besuche)

  • Personen werden täglich nur einmal erfasst, auch bei mehreren Kontakten.
  • Mehrfach – Erhebung möglich (an unterschiedlichen Tagen)
  • Nicht erhoben werden die Kontakte im / vor dem Büro Kapuzinergasse 43

 

 

Kategorien:

 

1.      Neu Kontakte: Menschen, die beiden Mitarbeitern nicht bekannt sind.

2.      Kontakt- bekannt, keine Sozialarbeit, da nicht erwünscht, oder „kein Zugang“ zu Klient/in

3.      Kontakt- bekannt, momentan keine Sozialarbeit. (kein Bedarf, Klient/in hat keine Zeit, oder nutzt andere Einrichtung, Angebote, etc.)

4.      Kontakt- bekannt plus Sozialarbeit. (inklusive Begleitungen)

5.      Besuche in Einrichtungen (Notschlafstellen, Gefängnis, etc.)

 

 

Definitionen:

 

  • Kontakt:  Person begrüßen, ansprechen, sich vorstellen, ins Gespräch kommen...
  • Besuche: Siehe Punkt 5; Treffen in / bei Tagesaufenthaltsstätten, etc. ist Kontakt)
  • Sozialarbeit: Beratungsgespräch, Informationsweitergabe, Vermittlung, etc., und auch Frage nach Gesundheitszustand, finanzielle Situation, wohnen, etc.

 

 

Ergebnisse:

 

Insgesamt wurden 266 Kontakte erhoben.

135 Menschen wurden erfasst, davon 23 Frauen.

Es kam im o.g. Zeitraum zu 21 Neukontakten.

19-mal traf Punkt 2 zu

94-mal traf Punkt 3 zu

127- mal wurde Sozialarbeit in Anspruch genommen.

5 Besuche wurden während des Zeitraumes erhoben.

Hervorhebenswert ist nicht nur die hohe Zahl an Neukontakten, berücksichtigt man die Tatsache, dass es auch zu Neukontakten während der Bürozeiten kam, sondern auch die generelle Quantität an Kontakten. (Die Zählung fand ja nur an zwei Tagen pro Arbeitswoche statt.)

An der hohen Zahl an Neukontakten ist gut ersichtlich, welche Bedeutung Straßensozialarbeit zukommt, kommt es ja im Erst - Gespräch  fast immer auch zumindest zu Informationsweitergabe an die Betreffenden.

Die Zahl von 135 erhobenen Menschen in diesem kurzen Zeitraum sagt auch viel über die Notwendigkeit von Streetwork aus. Auch hier muss berücksichtigt werden, dass die Menschen, die die Mitarbeiter der Institution im Büro aufsuchen, bei der Statistik nicht aufscheinen.

Aufgrund der Tatsache, dass 2011 eine große Steigerung der Bürokontakte stattfand, und daher viel sozialarbeiterische Tätigkeiten anfielen, kamen die Straßenrunden leider manches Mal zu kurz.

Die Notwendigkeit einer permanenten und kontinuierlich gestalteten Woche auf der Straße muss aber gewährleistet sein.

Daher gelangt man nur zu dem Schluss, dass es einer Ausweitung der personellen Ressourcen von Streetwork bedarf.

 

Siehe dazu auch Mindeststandards der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straßensozialarbeit

www.bast.at

 

 

Vielen Dank an Frau Nicole Prohaszka für die gelungene Mitarbeit!

 

Michael Neuner, Franz Wallentin

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